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café+co Kaffee-Monitor
April 2007 Ein Pfund Rohkaffee kostete im März 2007 einen US-Dollar - leichte Entspannung bei Arabica-Kaffees, steigende Preise bei Robustas – Fortsetzung des hohen Preisniveaus wahrscheinlich – möglicher Einfluss von „El Nino“ auf Kaffeeernte Die Preise für Rohkaffee an den internationalen Börsen bewegten sich auch im ersten Quartal 2007 auf hohem Niveau. Im März betrug der Durchschnittspreis* für Rohkaffee laut International Coffee Organisation (ICO) 100,09 US-Cent/Pfund und lag damit deutlich über dem Jahresschnitt 2006 von 95,75 US-Cent. Nach dem Rekordwert von 108,01 US-Cent/Pfund im Dezember 2006 war jedoch in den ersten drei Monaten das Jahres 2007 eine leichte Entspannung zu verzeichnen. Zu dieser leichten Erholung trugen vor allem die Arabica-Sorten bei, deren Preise rückläufig waren, während die Robusta-Preise im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzogen: Für ein Pfund Robusta bezahlte man im März 2007 bereits 77,00 US-Cent. Das entspricht einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2006 für Robusta-Kaffee von 67,55 US-Cent. Diese Entwicklung ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Robusta-Kaffee in den Produzentenländern zurückzuführen, wodurch weniger Robustas auf dem Weltmarkt verfügbar sind. Mag. Gerald Steger, Geschäftsführer von café+co International, des größten Kaffeeautomaten-betreibers in Österreich sowie Zentral- und Osteuropa, rechnet zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit einem Fortbestand des hohen Preisniveaus: „Der leichte Rückgang bei den Arabica-Preisen reicht nicht für eine Entspannung am Markt. Das Preisniveau ist damit immer noch doppelt so hoch wie im Jahr 2003. In den nächsten Monaten ist weiterhin mit hohen Rohkaffeepreisen zu rechnen, da die weltweite Nachfrage derzeit deutlich schneller wächst als das Angebot.“ Gestützt wird diese Prognose von den Experten der ICO, die im Erntejahr 2007/08 von einer Welt-Kaffeeproduktion von 112 Millionen Sack ausgehen – verglichen mit einer Nachfragemenge von jährlich 116 Millionen Sack. café+co International ist laut Steger bemüht, den Kostendruck für ihre Kunden bestmöglich abzufedern. In einigen besonders kritischen Fällen wird jedoch bereits eine teilweise Weitergabe des Kostenanstieges geprüft. * ICO Composit Indicator Price; ein nach Kaffeesorten und Kaffeehandelsplätzen gewichteter Durchschnittspreis, der von der International Coffee Organization täglich berechnet wird. Detail-Informationen zur Berechnungsmethode: www.ico.org/coffee_prices.asp Bringt „El Nino“ Ernteausfälle? Weiterer Preistreiber für Rohkaffee könnte die globale Erwärmung und das durch sie verstärkte „El Nino“-Phänomen“ sein. El Nino (spanisch für „Christkind“ oder auch „das Kind“) bezeichnet das Auftreten ungewöhnlicher Veränderungen der Meeresströmungen im Pazifik. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens zur Weihnachtszeit abgeleitet. Durch „El Nino“ schwächt sich der kalte Humboldtstrom ab und kommt schließlich ganz zum Erliegen. Dies kann weltweite Auswirkungen auf das Wetter in Form extremer Dürren oder Unwetter haben. Besonders stark betroffen sind Südamerika und der südostasiatischen Raum sowie Australien. „El Nino“ ist ein natürliches Klimaphänomen, es wird jedoch vermutet, dass es durch den Treibhauseffekt verstärkt wird. Laut ICO verzeichnen die Wetterexperten von der World Meteorological Organization seit Dezember 2006 ein „El-Nino“-Phänomen. Brasilianische Kaffeeproduzenten äußern bereits Besorgnis über die auf Grund von „El Nino“ verfrühte Blüte der Kaffeebäume. Die konkreten Auswirkungen dieses Phänomens auf die Kaffee-Ernten in Südamerika oder Vietnam können derzeit lt. ICO noch nicht abgeschätzt werden, einige Analysten rechnen jedoch mit Ernterückgängen. Download: Pressegrafik (Abdruck honorarfrei!), Presseinformation |
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